Entspannung

13.11.12

Meditation schützt Herzinfarktpatienten

 

http://circoutcomes.ahajournals.org/content/5/6/750.long

Stressabbau in der Sekundärprävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Eine randomisiert-kontrollierte Studie zur Bedeutung von transzendentaler Meditation und Gesundheitserziehung bei Schwarzen

Robert H. Schneider, Clarence E. Grim, Maxwell V. Rainforth, Theodore Kotchen, Sanford I. Nidich, Carolyn Gaylord-King, John W. Salerno, Jane Morley Kotchen, and Charles N. Alexander

Abstract

Hintergrund: Menschen schwarzer Hautfarbe weisen eine hohe Rate an Herz-Kreislauferkrankungen auf. Möglicherweise trägt psychosozialer Stress zu diesem Missverhältnis bei. In früheren Studien konnten bereits bei Schwarzen wie auch bei anderen Bevölkerungsgruppen günstige Effekte der transzendentalen Meditation (TM) in Bezug auf kardiovaskuläre Risikofaktoren, Surrogat-Endpunkte, aber auch hinsichtlich Sterblichkeit festgestellt werden.
Methodik und Ergebnisse: In dieser randomisiert-kontrollierten Studie wurden 201 schwarze Männer und Frauen mit Koronarer Herzkrankheit in zwei Gruppen geteilt – eine mit TM und die andere mit Gesundheitserziehung. Der primäre Endpunkt beinhaltete Gesamtsterblichkeit, Herzinfarkt und Hirninfarkt. Als sekundäre Endpunkte wurden kardiovaskuläre Sterblichkeit, Revaskularisierung und Krankenhauseinlieferung mit kardiovaskulärer Symptomatik einbezogen. Darüber hinaus wurden Blutdruck, psychosoziale Stressfaktoren und Lebensstilfaktoren einbezogen. Nach einem durchschnittlichen Follow-up von 5,4 Jahren fand sich in der TM-Gruppe ein um 48 % reduzierter primärer Endpunkt (Hazard-Ratio = 0,52; 95 % KI: 0,29–0,92; P = 0,025). Weiterhin fand sich in der TM-Gruppe eine 24%ige Senkung des sekundären Endpunkts (Hazard Ratio = 0,76; 95% KI: 0,51 –1,13; P = 0,17). Weiterhin kam es zu einem um 4,9 mmHG gesenkten systolischen Blutdruck (95% KI −8,3  – -1,5 mmHg; P = 0,01) und zu einem geminderten Wutempfinden (P < 0,05 für alle Skalen). Schließlich konnte gezeigt werden, dass mit der Teilnahmehäufigkeit auch die Überlebensrate stieg.
Schlussfolgerung: Die TM stellte eine Interventionsmaßnahme, die Psyche und Physis einbezieht, dar, die die Sterblichkeit und die Herzinfarkt- und Hirninfarktrate bei Patienten mit Koronarer Herzkrankheit signifikant senken kann. Mit TM einher ging eine Senkung des Blutdrucks und des Empfindens von psychosozialem Stress. Folglich könnte die Anwendung von TM für die Sekundär-Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen klinisch relevant sein.