Entspannung

23.09.12

Schlafstörungen fördern Depressionen bei Männern

 

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/22998358

Serum-Testosteronspiegel bei Patienten mit chronisch obstruktiver Schlafapneu

Bercea RM, Patacchioli FR, Ghiciuc CM, Cojocaru E, Mihaescu T.

Clinic of Pulmonary Diseases, 'Grigore T. Popa' University of Medicine and Pharmacy, Iasi, Romania.

Andrologia. 2012 Sep 23. doi: 10.1111/and.12022. [Epub ahead of print]

Abstract

Die chronisch obstruktive Schlafapneu (OSA), die durch Sauerstoffmangel induzierte Schlafunterbrechungen gekennzeichnet ist, war bereits im Zusammenhang mit erniedrigtem Testosteronspiegel und dem Auftreten von Depressionen untersucht worden. Vor allem bei Männern im mittleren Alter sind Assoziationen zwischen niedrigem Testosteron und Depressionen bereits aufgezeigt worden. Jedoch gibt es bislang keine entsprechenden Daten über diesen Zusammenhang bei OSA-Patienten. Deshalb war das Ziel dieser Studie, bei übergewichtigen Männern mit schwerer OSA einen Zusammenhang zwischen Testosteronspiegel und Depressionen zu untersuchen und von allen Untersuchungsparametern (morgendlicher Testosteronspiegel, Polysomnographie-Parameter, BMI Epworth Sleepiness Scale) die besten Prädiktoren für OSA-assoziierte Depressionen herauszufinden. Dafür wurden 40 Patienten mit diagnostizierter schwerer OSA und 40 gesunde Kontrollpersonen in die Studie aufgenommen. Im Ergebnis zeigte sich, dass der Testosteronspiegel in der OSA-Gruppe signifikant niedriger lag als in der Kontrollgruppe. Darüber hinaus fand man in der OSA-Gruppe ein nur leicht, aber dennoch statistisch signifikant höheres Auftreten von Depressionen als in der Kontrollgruppe. Weiterhin fand sich eine signifikant inverse Beziehung zwischen der Höhe des Testosteronspiegels und depressiver Symptomatik. Von allen untersuchten Parametern war der Serum-Testosteronspiegel der einzige unabhängige Prädiktor für Depressionen bei OSA-Patienten.