Entspannung

31.03.15

Saunieren für ein längeres Leben

 

http://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2130724

JAMA Intern Med. 2015 Feb 23. [Epub ahead of print]

Zusammenhang zwischen Saunieren und tödlichen Herz-Kreislauf-Ereignissen und Gesamt-Sterblichkeit

Laukkanen T, Khan H, Zaccardi F, et al.

Abstrakt

Bedeutung: Das Saunieren gilt als gesundheitsorientiertes Verhalten, das die hämodynamischen Funktionen verbessert. Jedoch ist nicht bekannt, ob es einen Zusammenhang zwischen Saunieren und Herz-Kreislauf- bzw. Gesamt-Sterblichkeit gibt.

Ziel: Es sollte der Zusammenhang zwischen der Häufigkeit und Dauer des Saunierens mit dem Risiko für plötzlichen Herztod (PHT), tödlicher koronarer Herzkrankheit (KHK), tödlicher kardiovaskulärer Erkrankung (KVE) und Gesamt-Sterblichkeit untersucht werden.

Design, Durchführung und Teilnehmer: Wir führten eine prospektive Kohortenstudie einer populationsbasierten Stichprobe mit 2.315 mittelalterlichen Männern (Altersbereich 42 bis 60 Jahre) aus Ost-Finnland (Finnish Kuopio Ischemic Heart Disease Risk Factor Study) durch.
Die Anfangsuntersuchung fand zwischen 1. März 1984 und 31. Dezember 1989 statt.

Exposition: Häufigkeit und Dauer des Saunierens zu Studienbeginn.

Ergebnisse: Während eines Follow-Ups von 20,7 Jahren (Bereich innerhalb der Quartile 18,1 – 22,6 Jahre) kam es zu 190 Fällen von PHT, 281 tödlichen Fällen von KHK und 407 Fällen von tödlichen KVE und insgesamt zu 929 Todesfällen. Zusammen hatten 601 bzw. 1.512 bzw. 201 Teilnehmer angegeben, einmal bzw. zwei- bis dreimal bzw. vier bis sieben mal pro Woche in die Sauna zu gehen. Die Fall- bzw. Verhältniszahlen sind 61 (10,1 %), 119 (7,8 %), und 10 (5,0 %) bei den drei Gruppen mit unterschiedlicher Häufigkeit. In Bezug auf Gesamt-Sterblichkeit beliefen sich die Zahlen auf 89 (14,9 %), 175 (11,5 %) und 17 (8,5%) für tödliche KHK. Für tödliche KVE waren es 134 (22,3 %), 249 (16,4 %) und 24 (12,0 %). Und für Gesamt-Sterblichkeit betrugen die Werte 295 (49,1 %), 572 (37,8 %) und 62 (30,8 %).
Nach Adjustierung hinsichtlich kardiovaskulärer Risikofaktoren waren zwei bis drei Saunasitzungen pro Woche im Vergleich mit nur einer mit einem Hazard Ratio (HR) von 0,78 (95 % KI: 0,57 – 1,07) für plötzlichen Herztod assoziiert. Bei vier bis sieben Saunasitzungen pro Woche sank die HR auf 0,37 (95 % KI: 0,18 – 0,75) (P für den Trend = 0,005). Vergleichbare Assoziationen wurden auch für KHK und KVE und Gesamt-Sterblichkeit gefunden (P für den Trend ≤ 0,005). Im Vergleich zu den Männern, die weniger als 11 Minuten pro Sauna-Sitzung aufwenden, belief sich das adjustierte Hazard Ratio (HR) auf 0,93
(95 % KI: 0,67 – 1,28), wenn sie zwischen 11 und 19 Minuten in der Sauna blieben, und sank auf 0,48 (95 % KI: 0,31 – 0,75), wenn die Sitzung länger als 19 Minuten dauerte (P für den Trend = 0,002). Signifikante inverse Assoziationen wurden auch für tödliche KHK und KVE beobachtet (P für den Trend ≤ 0,03), nicht aber für Gesamt-Sterblichkeit.

Schlussfolgerung und Relevanz: Häufiges Saunieren ist mit einer Senkung des PHT, der KHK, der KVE und der Gesamt-Sterblichkeit assoziiert. Weitere Studien sind notwendig, um den potenziellen Mechanismus aufzuklären, mit dem Saunieren die kardiovaskuläre Gesundheit fördert.

http://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2130724