Entspannung

30.01.15

Weniger Rückenschmerzen bei gesundem Lebensstil

 

http://bmjopen.bmj.com/content/4/12/e005713.abstract?cpetoc

BMJ Open. 2014;4(12):e005713.

Hat ein gesunder Lebensstil Einfluss auf die Prognose von Rückenschmerzen bei Männern und Frauen in der allgemeinen Bevölkerung? Eine Bevölkerungs-basierte Kohortenstudie

Bohman T, Alfredsson L, Jensen I, et al.

Abstract

Ziele: Der Einfluss des Lebensstils auf die Prognose von gelegentlichen Rückenschmerzen bei Männern und Frauen in der allgemeinen Bevölkerung sollte untersucht werden.

Design: Kohortenstudie mit einem 4-Jahres Follow-Up

Durchführungssort: Allgemeinbevölkerung von Stockholm County (Schweden)

Teilnehmer: Die Untersuchungsgruppe umfasste 3.939 Männer und 5.056 Frauen im Alter von 18 bis 84 Jahren aus der Stockholm Public Health Kohorte, die in einem Fragebogen im Jahr 2006 gelegentliche Rückenschmerzen angegeben hatten.

Messwerte: Lebensstilfaktoren und potenzielle Konfounder wurden zu Studienbeginn erhoben. Die Lebensstilfaktoren Rauchen, Alkoholkonsum, körperliche Aktivität in der Freizeit, Verzehr von Gemüse und Obst wurden unter Bezug auf die Empfehlungen für gesundheitsfördernden Lebensstil dichtomisiert und kombiniert, um die Expositionsvariable ‚gesunde Lebensführung’ zu schaffen. Die Exposition wurde entsprechend der Anzahl von gesundheitsfördernden Lebensstilfaktoren in fünf Stufen kategorisiert. Der Follow-Up-Fragebogen des Jahres 2010 enthielt Angaben zum Ereignis „dauerhafte, beschwerliche Rückenschmerzen“. Rohe und adjustierte binominale Regressions Modelle wurden angewandt, um die Assoziation zwischen der Exposition und dem Ergebnis getrennt nach Männern und Frauen abzuschätzen.

Ergebnisse: Das Risiko von Frauen mit gelegentlichen Rückenbeschwerden, dauerhafte, beschwerliche Rückenschmerzen zu entwickeln, sank mit zunehmend gesunder Lebensführung (Trend Test: p = 0,006). Bei Frauen ohne gesunde Lebensführung (Referenz) erreichten 21 Prozent (28/131) den Endpunkt im Vergleich zu 9 % (36/420) bei Frauen mit allen definierten gesundheitsförderlichen Lebensstilfaktoren. Im Vergleich zur Referenz-Gruppe war das Risiko bei Frauen mit einem gesundheitsförderlichen Lebensstilfaktor um 35 % reduziert (RR = 0,65; 95 % KI: 0,44 – 0,96) und bei Frauen mit allen vier gesundheitsförderlichen Risikofaktoren um 52 % (RR = 0,48; 95 % KI: 0,31 – 0,77) . Bei Männern fand sich kein eindeutiger Zusammenhang.

Schlussfolgerungen: Eine gesunde Lebensführung scheint das Risiko für die Entwicklung von dauerhaften beschwerlichen Rückenschmerzen bei Frauen, die unter gelegentlichen Rückschmerzen leiden, zu mindern. So könnte das zur Verbesserung der Prognose empfohlen werden.

http://bmjopen.bmj.com/content/4/12/e005713.abstract?cpetoc