Kinder und Jugendliche

23.12.16

Mehr Bewegung, weniger Körperfett

 

http://online.liebertpub.com/doi/abs/10.1089/chi.2016.0103?url_ver=Z39.88-2003&rfr_id=ori%3Arid%3Acrossref.org&rfr_dat=cr_pub%3Dpubmed&

Child Obes. 2016 Dec 8. [Epub ahead of print]

Der Einfluss körperlicher Aktivität auf Veränderungen bei der Fettleibigkeit beim Übertritt von der Grund- auf die Mittelschule.

Dowda M, Taverno Ross SE, McIver KL, et al.

Abstract

Ziele: Diese Studie überprüfte im Längsschnitt die Assoziation zwischen objektiv gemessener körperlicher Aktivität, sitzender Lebensweise und Ernährungsqualität mit zweierlei Messwerten zu Fettleibigkeit und Gewichtsstatus.

Methodik: Insgesamt wurden 658 Kinder aus 21 Grundschulen (45,1% Jungen; 40% Weiße, 33% Schwarze, 9% Hispo-Amerikaner und 18% andere Ethnien) mindestens zweimal während der fünften, sechsten und siebenten Klasse untersucht. Der Fettmassen-Index (FMI), der Körperfettanteil (KFA) und der BMI wurden auf Basis von Körpergewicht, Körperlänge im Sitzen bzw. im Stehen und der Bioimpedanz-Methode (BIA) jedes Jahr gemessen.

Ergebnisse: Bei der Nachuntersuchung war sowohl der FMI als auch der KFA bei den Jungen gesunken, während er bei den Mädchen jeweils gestiegen war. Nach Adjustierung hinsichtlich Rassen/Ethnien, Bildungsgrad der Eltern und Verschiebung der Geschlechtsreife bei der Erstuntersuchung ergaben die Analysen der Wachstumskurven einen signifikanten und inversen Zusammenhang zwischen moderater bis erschöpfender körperlicher Aktivität (MEKA) und FMI, KFA und BMI bei Jungen wie auch bei Mädchen. Nach Bildung von Terzilen hinsichtlich der MEKA in der fünften Klasse wurden Quadratmittelwerte für FMI, KFA und BMI getrennt nach Klassenzugehörigkeit und Geschlecht untersucht. Dabei ergab sich für Jungen wie für Mädchen, dass eine höhere MEKA mit niedrigerem FMI, KFA und BMI in allen drei Klassenstufen assoziiert war. Der Zusammenhang zwischen sitzender Lebensweise und Ernährungsqualität und FMI, KFA und BMI fiel bei Jungen und Mädchen nicht konsistent aus.

Schlussfolgerung: Im Zeitraum des Übergangs von der Grund- auf die Mittelschule behielten die Kinder, die sich mit höherer MEKA belasteten, bessere Werte bei zwei Indikatoren der Fettleibigkeit und einer Maßzahl des Gewichtsstatus. Diese Ergebnisse weisen darauf hin, dass mehr Interventionsprogramme vonnöten sind, um Kindern dazu zu verhelfen, die gegenwärtigen Empfehlungen zur körperlichen Aktivität erreichen zu können.