Bewegung

23.12.16

Besser mit dem Rad zur Arbeit

 

http://jaha.ahajournals.org/content/5/11/e004413

J Am Heart Assoc. 2016 Oct 31;5(11). pii: e004413.

Radfahren zur Arbeitsstätte und Primärprävention des kardiovaskulären Risikos: Eine Kohortenstudie bei schwedischen Männern und Frauen

Grøntved A, Koivula RW, Johansson I, et al.

Abstract

Hintergrund: Mit dem Rad zur Arbeit zu fahren, könnte ein praktikabler Ansatz sein, um das Ausmaß an körperlicher Aktivität zu erreichen, das Schutzeffekte für die kardiovaskuläre Gesundheit bietet. In dieser Studie untersuchten wir den Zusammenhang zwischen Radfahren zur Arbeitsstätte und dem Auftreten von Übergewicht, Bluthochdruck, Hypertrigylceridämie und gestörter Glukosetoleranz über 10 Jahre Follow-up bei Männern und Frauen im mittleren Alter.

Methodik und Ergebnisse: Wir haben 23.732 schwedische Männer und Frauen im mittleren Alter von 43,5 Jahren, die sich im Verlauf von 10 Jahren (1990-2011) zwei Gesundheitscheckups unterzogen hatten, nachuntersucht. In multivariat adjustierten Modellen haben wird die Wahrscheinlichkeit für die Entwicklung von Übergewicht, Bluthochdruck, Hypertrigylceridämie und gestörter Glukosetoleranz im Vergleich von Personen, die mit der Rad zur Arbeit fuhren mit solchen, die mit passivem Transport zu Arbeit kamen, untersucht. Weiterhin untersuchten wir den Zusammenhang zwischen Änderungen beim Weg zur Arbeit mit der Inzidenz dieser Risikofaktoren. Radfahren zur Arbeitsstätte war im Vergleich mit passivem Transport zur Arbeit mit einer geringeren Wahrscheinlichkeit für Übergewicht (Odds Ratio [OR] =0,85; 95% KI: 0,73–0,99), Bluthochdruck (OR = 0,87; 95% KI: 0,79–0,95), Hypertriglyceridämie (OR = 0,85; 95% KI: 0,76–0,94) und gestörter Glukosetoleranz (OR = 0,88; 95% KI: 0,80–0,96) nach Adjustierung für mögliche Risikofaktoren assoziiert. Die Studienteilnehmer, die das Radfahren während des Follow-ups beibehalten oder begonnen hatten, wiesen im Vergleich zu denen, die zu beiden Zeitpunkten nicht mit dem Rad zur Arbeit fuhren, niedrigere Odds Ratios für Übergwicht (OR = 0,61; 95% KI: 0,50–0,73), Bluthochdruck (OR = 0,89; 95% KI: 0,80–0,98), Hypertriglyceridämie (OR = 0,80; 95% KI: 0,70–0,90) und gestörte Glukosetroleranz (OR = 0,82; 95% KI: 0,74–0,91) auf.

Schlussfolgerung:  Diese Daten legen nahe, dass Radfahren für den Arbeitsweg eine wichtige Strategie zur Primärprävention kardiovaskulärer Risikofaktoren bei Männern und Frauen im mittleren Lebensalter ist.