Ernährung

23.12.16

Nüsse als wahres Gesundheitselexir

 

https://bmcmedicine.biomedcentral.com/articles/10.1186/s12916-016-0730-3

BMC Med. 2016;14(1):207.

Nusskonsum und das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen, Krebs, Gesamtsterblichkeit und ursachenspezifische Mortalität

Aune D, Keum N, Giovannucci E, et al.

Abstract

Hintergrund: Wenngleich Nusskonsum mit einer gesenkten kardiovaskulären und Gesamt-Sterblichkeit assoziiert war, ist die Datenlage hinsichtlich weniger häufig vorkommender Todesursachen bislang nicht systematisch untersucht worden. Die bisherigen Reviews hatten zudem verschiedene Studien nicht berücksichtigt und es sind seitdem weitere Studien veröffentlicht worden. Wir haben deshalb ein systematisches Review und eine Meta-Analyse zum Einfluss des Nusskonsum auf das Risiko für kardiovaskuläre Sterblichkeit, Krebs- und Gesamtsterblichkeit und ursachenspezifische Sterblichkeit durchgeführt.

Methodik: In PubMed und Embase haben wir nach prospektiven Studien zum Einfluss des Nusskonsums auf das Risiko für kardiovaskuläre Sterblichkeit, Krebs- und Gesamtsterblichkeit und für ursachenspezifische Sterblichkeit bei Erwachsenen, die bis zum 19. Juli 2016 durchgeführt worden waren, recherchiert. Zusammenfassende relative Risiken (RRs) und 95% Konfidenz Intervalle (KIs) wurden auf Basis von Random-Effects Modellen berechnet. Das attributable Risiko für geringen Nusskonsum wurde für selektierte Regionen berechnet.

Ergebnisse: 20 Studien (29 Veröffentlichungen) wurden in die Meta-Analyse aufgenommen. Die zusammenfassenden RR pro 28 g Nusskonsum pro Tag betrug für koronare Herzkrankheit = 0,71 (95% KI: 0,63–0,80; I2 = 47%; n = 11), für Hirninfarkt  = 0,93 (95% KI: 0,83–1,05; I2 = 14%, n = 11), für kardiovaskuläre Erkrankungen = 0,79 (95% KI: 0,70–0,88, I2 = 60%; n = 12), für Krebs = 0,85 (95% KI: 0,76–0,94; I2 = 42%, n = 8), für Gesamt-Sterblichkeit = 0,78 (95% KI: 0,72–0,84; I2 = 66%; n = 15), für Tod durch Atemwegserkrankungen = 0,48 (95% KI: 0,26–0,89; I2 = 61%; n = 3), für Diabetes = 0,61 (95% KI: 0,43–0,88; I2 = 0%; n = 4), für neurodegenerative Erkrankungen = 0,65 (95% KI: 0,40–1,08; I2 = 5,9%; n = 3), für Infektionserkrankungen = 0,25 (95% KI: 0,07–0,85; I2 = 54%; n = 2) und für Nierenerkrankungen = 0,27 (95% KI: 0,04–1,91; I2 = 61%, n = 2). Die Ergebnisse fielen für Baumnüsse und Erdnüsse vergleichbar aus. Sofern die Zusammenhänge ursächlich sind, müsste man 4,4 Millionen vorzeitige Todesfälle im Jahr 2013 in Amerika, Europa, Südostasien und in der westlichen Pazifikregion einem Nusskonsum von weniger als 20 Gramm pro Tag zuschreiben.

Schlussfolgerungen: Ein höherer Nusskonsum ist mit einem reduzierten Risiko für kardiovaskuläre Erkrankungen, Krebs, Gesamt-Sterblichkeit und Tod durch Atemwegserkrankungen, Diabetes und Infektionskrankheiten assoziiert.